Lasertherapie bei Netzhauterkrankungen

Welche Laseranwendungen bei Netzhauterkrankungen gibt es?

Die Netzhaut (Retina) kleidet die Wand des Augapfels innen aus. Ohne sie ist Sehen nicht möglich. Sie entspricht dem Film in einem analogen Fotoapparat. Wenn Licht auf die Netzhaut fällt, wird die Lichtinformation über den Sehnerven in das Gehirn weitergeleitet.

Bei hoch kurzsichtigen Menschen, seltener auch bei Normalsichtigen, kann es ohne äussere Einwirkung plötzlich zu einem Einriss in der Netzhaut kommen. Lichtblitze im betroffenen Auge, viele schwarze Punkte oder ein Schatten, sind typische Symptome. Bei plötzlichem Auftreten dieser Netzhaut-Symptomatik sollten Sie bitte innerhalb von 24 Stunden einen Augenarzt aufsuchen. Wir sehen uns bei erweiterter Pupille mit einer auf das betäubte Auge aufgesetzten Lupe die Netzhaut sorgfältig bis an die äussersten Grenzen an. Wir müssen sicherstellen, dass an der Netzhaut kein Einriss zu finden ist. Ein solcher Einriss kann zu einer Ablösung der Netzhaut (Ablatio retinae) von der Augapfelwand und damit im schlimmsten Fall zur Erblindung des Auges führen. Mit einer rechtzeitigen Netzhautlaserbehandlung können wir die Entstehung einer Ablösung meistens verhindern. Sie ist deshalb eine sehr geschätzte Methode. Eine ähnliche Netzhautbehandlung kommt bei Diabetikern mit schwerer Netzhauterkrankung in Frage. In mehreren Sitzungen werden grosse Bereiche der Netzhaut gelasert und so ein Voranschreiten der Erkrankung gebremst.